"Die Sonne, die Sonne, von der Meteor"

Written by Karin Sigloch on Montag, 25 November 2013. Posted in Cruise 2013

24. November 2013, Karin Sigloch

 

Zufallsbegegnung auf hoher See: Forschungsschiff "Sonne" im Vordergrund, "Meteor" im Hintergrund

"Die Sonne, die Sonne, von der Meteor" -- mit diesen Worte rief unser Kapitän heute Morgen das Forschungsschiff "Sonne" am Horizont an. Es ist ein seltener Zufall, wenn sich zwei große Forschungsschiffe auf hoher See begegnen, und für die Sonne (seit 1977 im Dienst) und die Meteor (seit 1986) passierte es heute zum ersten Mal überhaupt. Es wird wohl auch das einzige Mal bleiben, da die "alte" Sonne Mitte 2014 ausgemustert wird, wenn ihre Nachfolgerin vom Stapel läuft.


So wollten wir sie unbedingt treffen, als wir vor etwa zehn Tagen erfuhren, dass die Sonne in unmittelbarer Nähe unserer Station RR51 und im richtigen Zeitfenster den Mittelindischen Rücken kartieren würde. Dem Fahrtleiter auf der Sonne, Ulrich Schwarz-Schampera von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, ging es genauso, und auch bei den Besatzungen beider Schiffe war die Erwartung und Vorfreude groß.

 

 Es war ein bewegender Moment, als die altehrwürdige Sonne gegen Mittag langsam vor unserem Bug kreuzte und sich neben die Meteor hinlegte. (Leider fehlt zu dem Foto der Originalton. Aus großen Lautsprechern schallten wir ihr Begrüßungslieder entgegen: "Wo meine Sonne scheint, und wo meine Sterne stehen" und "Die rote Sonne von Barbados", gefolgt von Sonne à la Rammstein und "Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf'm Sonnendeck".)

 

In der Tat setzte bald danach ein reges Hin und Her von Schlauchbooten und Besuchern ein. Wir staunten, wie das 1969 als Fischtrawler gebaute Schiff auch auf seine alten Tage noch mit dem leistungsfähigsten Forschungsgerät ausgestattet ist. Gegen 17 Uhr fuhren wir dann weiter unseres Wegs, zufrieden mit diesem ganz besonderen Sonntag.

 

About the Author

Karin Sigloch

Karin Sigloch

Der deutsche Projektteil wird geleitet von Karin Sigloch, Department für Geo- und Umweltwissenschaften, Ludwig-Maximilians-Universität München. 

Bitte Kommentar schreiben

Bitte einloggen, um einen Kommentar zu schreiben.